Magnetpulverprüfung

Bei der Magnetisierung eines ferromagnetischen Materials (magnetischen Permeabilität von µ>100µH/m) werden die magnetischen Feldlinien, da sie immer den geringsten Widerstand suchen, im magnetisch bestleitenden Medium geführt.

Wenn die Magnetfeldlinien nun auf einen magnetisch schlechter leitenden Bereich, wie z.B. die Luft in einem Oberflächenriss treffen, so wird durch den höheren magnetischen Widerstand in diesem Bereich, eine Fließveränderung verursacht.

Hierbei versuchen die Magnetfeldlinien den Bereich mit dem erhöhten Widerstand zu „überspringen“. Dies führt dann an der Oberfläche zu einem sogenannten Streufluss, dieser verursacht nun eine Ansammlung der ferromagnetischer Partikel die sich im Prüfmittel befinden.

Die Partikel im Prüfmittel sind entweder mit einem fluoreszierenden oder meist schwarzen Farbstoff ummantelt. Dadurch kann die durch den Streufluss verursachte Partikelansammlung unter UV – Licht oder unter Tageslicht sichtbar gemacht werden.

Die Mindestausdehnung eines beurteilbaren Oberflächenfehlers muss 1µm Breite, 10µm Tiefe und 100µm Länge sein.

Um sicher zu stellen, dass alle möglichen Fehlerrichtungen auf der Werkstückoberfläche angezeigt werden, muss die Magnetisierung nacheinander in zwei Richtungen erfolgen. Diese sollten idealerweise um 90° zu einander verschoben sein.

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